25.04.2019 / Artikel / /

Brambrüesch, so nah wie noch nie!

Ohne Zweifel stellt die Brambrüeschbahn für Chur eine touristische Attraktion dar, die schon heute rege genutzt wird. Sie ist ein zusätzliches Puzzleteil, die Chur in ihrer Gesamtheit schön und lebenswert macht. Einen wirklichen Mehrwert zur jetzigen Bahn wird jedoch nur mit der vom Stadt- und Gemeinderat bevorzugten Direktverbindung Chur – Brambrüesch erreicht. Alles andere macht keinen Sinn und käme letztlich teurer. Mit der geplanten Durchlaufbahn entfallen die bisherigen Wartezeiten und mit einer Fahrzeit von etwa sieben Minuten wird Brambrüesch schneller erreicht, als wenn man mit dem Stadtbus vom Bahnhof zum Fürstenwald fährt. Brambrüesch wird dadurch für Jung und Alt ein äusserst attraktives und schnell erreichbares Naherholungsgebiet. Das heisst, der Nutzen der neuen Brambrüeschbahn kommt in erster Linie der Churer Bevölkerung zugute.
Brambrüesch ist im Winter ein Ort, an dem Eltern ihren Kindern günstig und auf Naturschnee das Skifahren beibringen können, vom Frühling bis in den Herbst wird Brambrüesch stark von Wanderern, Erholungssuchenden oder von Bikern besucht. Mittlerweile macht der Sommertourismus mehr als die Hälfte der Ganzjahreseinnahmen aus. Dies darf als ein starkes Zeichen gedeutet werden, dass die Bahn ganzjährig genutzt wird.
Ein Restaurant auf dem Fülian mit Blick ins Churer Rheintal oder die Nutzung des neu zur Verfügung stehenden Stadthallenareals wären Möglichkeiten das touristische Angebot zu erweitern. Dass Brambrüesch im Bereich Sport- und Jugendförderung für Churer Sportvereine eine wichtige Rolle spielt, ist bekannt und soll es auch bleiben. Ich erachte die Brambrüeschbahn als Teil eines gesamtheitlichen Service publics, an dem auch die Stadt ihren Beitrag leisten soll, wie sie es beispielsweise auch für das Hallenbad oder die Eisbahn Quader macht.
Nutzen wir die Chance Chur mit einer innovativen Bahn noch lebenswerter zu machen und stimmen am 19. Mai Ja zum Investitionsbeitrag an die Bergbahnen Chur-Dreibündenstein und damit zum Erhalt der Brambrüeschbahn.

Robert Spreiter, Präsident CVP Chur